Modulare Ausrüstung

In dieser Kategorie haben wir für euch Ausrüstungsteile zusammengefasst, die als Basis für euren ganz individuellen Einsatzzweck verwendet werden können. 

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Die Grundlage für diese Vielfältigkeit bilden zwei amerikanische Systeme, die Mitte der 1990er Jahre entwickelt worden waren. Auch wenn sich viele Armeen immer wieder an eigenen Versionen versucht haben - so auch das Österreichische Bundesheer - sind diese beiden mittlerweile weltweit als Standard etabliert, wenn es um modulare, militärische Ausrüstung geht. Einerseits gibt es das so genannte PALS (Pouch Attachment Ladder System) und andererseits das generell etwas bekanntere MOLLE (Modular Lightweigt Loadcarrying Equipment). Ersteres wurde durch die US Army entwickelt, letzteres durch das US Marine Corps, weshalb es noch immer Unstimmigkeiten gibt, wer denn nun die "Erfinder" dieses Systems sind. Prinzipiell handelt es sich jedoch bei beiden Varianten um horizontal vernähte Gurtstreifen, in die kompatible Ausrüstungsteile gegengleich "eingewoben" werden und mit vertikalen Gurtstreifen gesichert werden können.

 

Das erlaubte eine bis dahin ungesehene Flexibilität und Vielseitigkeit der militärischen Individualausstattung und eliminierte die Notwendigkeit von speziellen Anfertigungen für jedes einzelne Einsatzgebiet. So können z.B. der Defender Plate Carrier von Condor oder der Zentauron Vulcan III für infanteristische Zwecke mit Magazin- und Granatentaschen, Befestigungen für Funkgeräte und IFAKs versehen werden. Dieselbe Basis kann allerdings auch das Spezial-Equipment eines Kampfmittelbeseitigers oder eines Scharfschützen aufnehmen und innerhalb weniger Minuten umkonfiguriert werden.

 

Natürlich gibt es mittlerweile zahllose Variationen verschiedenster Hersteller, die immer auf der Suche nach Verbesserungen sind. Die aktuelle Entwicklung geht eindeutig in Richtung von Gewichtsreduktion und die Schaffung eines flacheren Profils durch die Verwendung von Lasern. Damit werden diese Leitersysteme direkt in das Trägermaterial geschnitten und müssen nicht noch als weitere Stoffschicht aufgenäht werden. An dem modularen Grundprinzip hat sich seit über 20 Jahren nichts verändert, aber das Angebot und die Möglichkeiten sind heute größer denn je.